THE OCEAN COLLECTIVE veröffentlichen zweite Single ‘Devonian: Nascent’ mit Gastgesang von Jonas Renkse von Katatonia!

- 02/10/18 –

Nachfolgend auf ihr massives, weitläufiges ‘Permian’ entfesseln The Ocean Collective ein weiteres Stück ihres mit Spannung erwarteten kommenden Albums: ‘Devonian: Nascent’ debütiert heute unter: consequenceofsound.net

Darauf beweisen THE OCEAN COLLECTIVE erneut, warum sie zu den am meisten respektierten Gruppen in der zeitgenössischen Prog-Metal-Welt gehören. ‘Devonian’ nimmt eine ganz andere Wendung als ihre vorherige Single, zum Teil aufgrund des Vocals von Jonas Renkse vom schwedischen Metal-Giganten Katatonia. Die Zusammenarbeit ist schon lange in Arbeit, erklärt Renkse: “Robin kam schon 2005 zu mir und wollte unbedingt mitmachen, aber zu dieser Zeit waren wir selbst im Studio und haben ‘The Great Cold Distance’ aufgenommen Ich hatte aufgrund dessen zu viel im Kopf. Wir haben uns danach getroffen und ein wenig darüber geredet, etwas zu tun und nun ist es endlich soweit. ‘Devonian: Ascent’ wurde zu einem Mammut-Track, ohne jemals seine anfängliche Melancholie zu verlieren.

THE OCEAN-Mastermind Robin Staps fügt hinzu: “Wir haben Jonas den Track geschickt, und was wir als “Demo” zurückbekommen haben, war fast identisch mit dem, was als endgültige Version auf dem Album endete. Jonas hat ein perfektes und intuitives Verständnis für unsere Musik, es gab keine Notwendigkeit, etwas zu erklären. Er hat seine eigenen Vocalparts und Lyrics entwickelt und alles passt von Anfang an perfekt. Katatonias ‘The Great Cold Distance’ war ein wichtiges Album für mich und für The Ocean, es war eines der ersten Alben, wo harte, tief gestimmte Gitarren und cleane Vocals nebeneinander für mich persönlich funktionierten. Es war ein Album, das mich dazu gebracht hat, meine Meinung über cleane Vocals in Metal zu überdenken, und das hat meinen eigenen Wunsch geweckt, nach einem Sänger für The Ocean zu suchen, der so etwas abliefern könnte.

An- und abschwellende Prog-Melodien, fette Gitarren, opulente Streicher und kraftvoller Gesang den schwerverdaulichen Texten entsprechend sind die Markenzeichen von The Ocean Collective. ‘Phanerozoic I‘ ist ab jetzt vorbestellbar, genauso wie mehrere liebevoll designte Merch-Bundles, wofür die Band ebenfalls bekannt geworden ist. Das Album erscheint am 2.11. auf Metal Blade Records (CD / digital) und dem Band-Label (Vinyl). Preordert es jetzt über uns: metalblade.com/theocean

Mehr zu The Ocean Collective:

Das in Berlin ansässige Musikerkollektiv hat seit 2001 bisher sieben von der Kritik gefeierte Alben und eine Split-EP mit der japanischen Post-Rock-Legende Mono veröffentlicht. Die fortwährend tourende Gruppe, deren Live- wie Studio-Besetzung aus Instrumentalisten und Bildkünstlern steten Wechseln unterworfen ist, steht mittlerweile für aufwändige, bewusstseinserweiternde Konzerte, die schon an den entlegensten Orten stattgefunden haben, sei es in besetzten Häusern in Sibirien oder ecuadorianischen Kolonialtheatern.

Im Laufe ihrer ereignisreichen Karriere waren The Ocean mit Opeth, Mastodon, Mono, The Dillinger Escape Plan, Anathema, Between The Buried And Me, Red Fang oder Devin Townsend auf Tour und bei maßgeblichen Festivals zu Gast: Roskilde, Dour, Pukkelpop, Roadburn, Wacken, With Full Force, Summer Slaughter, Summer Breeze und Graspop. Pelagic Records, das eigene Label der Gruppe, ist zu einer der ersten europäischen Adressen in Sachen Post Rock bzw. Metal avanciert und hat seit 2009 120 Veröffentlichungen gestemmt.

Nach fünf Jahren unablässigen Tourens für Pelagial begannen The Ocean im Februar 2018 mit den Aufnahmen zu ihrem achten Langspieler, der in zwei Teile gesplittet sein wird. Der erste erscheint noch in diesem Jahr, der zweite in 2020. Sein Titel Phanerozoic bezieht sich auf das Erdzeitalter, das dem Präkambrium folgte – eine Spanne von 500 Millionen Jahren, die bis heute andauert. Im Zuge dessen brachte die Evolution eine ungeahnte Tier- und Pflanzenartenvielfalt hervor, die jedoch teilweise durch fünf Massenaussterben dezimiert wurde. Konzeptionell wie stilistisch ist schlägt Phanerozoic eine Brücke zwischen “Precambrian” und “Heliocentric / Anthropocentric“.

Gitarrist und Hauptkomponist Robin Staps schrieb “Phanerozoic” nicht anders als die Vorgänger, nämlich abgeschottet in einem Haus am Meer. Der erste Teil besteht aus finsteren, schleppenden Songs, deren musikalische Ideen jeweils aufs Wesentliche reduziert wurden. Der Einstieg von Peter Voigtmann, der die harten Gitarren mit analogen Synthesizerklängen unterfüttert, hat eine einschneidende Veränderung bewirkt. Er zeichnete jahrelang für die spektakuläre Lichtshow während The Oceans Auftritten verantwortlich, wobei er Staps zufolge im Grunde “Schlagzeug auf der Beleuchtungskonsole spielte“, und bereichert jetzt die neuen Songs mit wütend dystopischen Sounds. Auf Phanerozoic sind außerdem erstmals Bassist Mattias Hägerstrand und Drummer Paul Seidel zu hören, beide mit ihrem eigenen Stil und einer individuellen Herangehensweise, was ihre Instrumente angeht.

Die Musik ist aber wie auf allen Veröffentlichungen von The Ocean nur ein Aspekt eines übergeordneten Ganzen. Man kennt die Formation seit jeher für prägnante Texte, die den Gedankenapparat anregen, und “Phanerozoic” bildet dahingehend keine Ausnahme. Die Lyrics beruhen im Kern auf dem Prinzip des ewigen Kreislaufs, das auf Nietzsche zurückgeht. “In der Unendlichkeit von Raum und Zeit wiederholt sich alles immer wieder“, führt Staps aus. “Die Erdgeschichte belegt das deutlich: Kontinente sind zusammengestoßen, übers Meer auseinandergedriftet und wieder zusammengestoßen, das Leben wurde mehrmals beinahe völlig ausgelöscht und blühte dennoch erneut auf… Zentral auf diesem Album stehen die Zeit, ihre Wahrnehmung und zyklischen Abläufe. Es ist eine Auseinandersetzung mit der Tatsache, dass gewisse Dinge im Leben wiederkehren, ohne dass man etwas daran ändern kann, und ein Versuch, damit klarzukommen.

Den unmittelbaren Eindruck, den “Phanerozoic” hinterlässt, kann man darauf zurückführen, dass die Band jede Kleinigkeit penibel ausgearbeitet und alle Songs live im Proberaum getestet hat, bevor die Studioarbeit begann, eine andere Vorgehensweise als bei früheren Produktionen. Dies half Staps zudem dabei, die Musik nicht mehr mit Informationen zu überfrachten, wozu er neigt, wie er selbst eingesteht, und führte dazu, dass alles so verbindlich und intensiv bleibt, wie es ursprünglich angedacht war. Die ersten Aufnahmen fanden in Island statt. Produzent Julien Fehlmann, ein langjähriger Freund der Band, beaufsichtigte in Sigur Rós’ Sundlaugin Studios die Einspielung der Schlagzeugspuren. Der große Drum-Raum mit seinem natürlichen Hall und die karge, aber hübsche Umgebung auf dem Land boten ideale Voraussetzungen, um den Grundstein für dieses Album zu legen.

Die restlichen Aufnahmen erfolgten in Berlin, neben einem Bläsersatz auch Klavierpassagen von Vincent Membrez und das Cello von Dalai Theofilopoulou, die beide nicht zum ersten Mal mit The Ocean zusammenarbeiteten. Außerdem gab sich Katatonia-Sänger Jonas Renkse ein Stelldichein im elfminütigen ‘Devonian’. Nichtsdestoweniger ist der hauptamtliche Frontmann Loïc Rossetti der Dreh- und Angelpunkt des Albums. Staps und er steckten ihre Köpfe eng zusammen, um unterschiedliche Gesangsstile auszuprobieren und die jeweils beste Ausdrucksform für die Stücke zu finden. “Über derbe Parts zu schreien liegt nahe, aber diesmal wollten wir das Offensichtliche vermeiden“, sagt Staps. So kommt es, dass dieses Album eine subtilere Heaviness aufweist, weniger wegen des Gesangs als dank der zugrundeliegenden Riffs, Bass- und Schlagzeug-arbeit.

Diese Experimentierfreude hörte aber ganz bewusst bei der Wahl des Teams für die klangliche und visuelle Inszenierung auf: Julien Fehrmann übernahm die Aufnahmen des Schlagzeugs, Jens Bogren (Katatonia, Opeth) Mixing und Mastering, wohingegen das unglaubliche Artwork einmal mehr – zum fünften Mal infolge – von dem norwegischen Künstler Martin Kvamme (u.a. Mike Patton) stammt. “Es gibt keinen Grund dafür, etwas an einer einwandfrei aufgehenden Formel zu verändern“, so Staps. “Als uns Jens einen vorläufigen Mix des Albums vorspielte, bekamen Loïc und ich den Mund nicht mehr zu. Es klang so verdammt heavy, dass wir ganz kurz überlegten, was man tun könne, um es ein wenig menschlicher und weniger perfekt wirken zu lassen…aber schlussendlich ist uns klar geworden, dass Jens schlichtweg überragende Arbeit geleistet hat.

Jede Veröffentlichung von The Ocean hat sich indes als zutiefst vereinnahmendes Hörerlebnis von beispielloser Detailverliebtheit herausgestellt – was sich nicht zuletzt auch in preisgekrönten Verpackungen widerspiegelt; für das opulente Acryl-Boxet des 2013er Albums Pelagial etwa wurden über 10.000 Acrylplatten von Hand bedruckt und zusammengesetzt. Das Doppelalbum “Heliocentric / Anthropocentric” von 2010 hingegen – eine Konzeptwerk über das Vermächtnis des Christentums mit Texten über das Alte Testament, Kopernikus, Galilei, Charles Darwin und Richard Dawkins als Galionsfigur des zeitgenössischen Atheismus – war insofern einzigartig, als auf der Klapphülle drehbare Kunststoffelemente mit Golddruck prangten. “Phanerozoic” wird dabei seinen Vorgängern in nichts nachstehen: das Album erscheint in einem dreifach Klappcover mit verschiedenen Ebenen, die für einen 3D-Effekt sorgen werden, unterstrichen wird das ganze durch einen metallischen Druck und Prägungen, die dem Ganzen eine Art Steinstruktur geben werden.


Phanerozoic I: Palaeozoic:
1. The Cambrian Explosion
2. Cambrian II: Eternal Recurrence
3. Ordovicium: The Glaciation of Gondwana
4. Silurian: Age of Sea Scorpions
5. Devonian: Nascent
6. The Carboniferous Rainforest Collapse
7. Permian: The Great Dying

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