Vulture


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L. Steeler: Vocals
S. Genozider: Guitars
M. Outlaw: Guitars
A. Axetinctör: Bass
G. Deceiver: Drums

“Wir haben unser zweites Album ,Ghastly Waves & Battered Graves’ genannt, weil es verdammt eingängig, fies und Metal ist”, konstatiert Vulture-Gitarrist Stefan Genozider kurz und bündig. Damit übertreibt er nicht. Das Metal Blade-Debüt und Nachfolger des kultigen Überraschungshits ,The Guillotine’ von 2017 bietet halsbrecherischen Metal auf einem Niveau, mit dem sich die Band auf Augenhöhe neben den Besten des Genres befindet. Die Platte bedeutet zudem einen großen Schritt vorwärts in puncto Songwriting und Performance. “‘The Guillotine’ belief sich eigentlich nur darauf, dass wir unsere erste EP reproduziert haben. Wir wollten das Album stilistisch und klanglich nachempfinden, wussten aber, dass man uns das nicht noch einmal durchgehen lassen würde. Darum setzten wir uns zusammen und überlegten, was den Songs, die wir in der Vergangenheit geschrieben hatten, noch fehlte. Dabei setzten wir uns das übergreifende Ziel, unser zweites Album abwechslungsreicher und melodischer zu gestalten, auch indem wir den Fuß hier und dort ein bisschen vom Gaspedal nehmen.”

Das Quintett arbeitete innerhalb eines engen Zeitfensters, um seinen Wunschproduzenten nutzen zu können. Statt zwölf oder mehr Lieder zu schreiben, um hinterher auszusieben, beschränkten sie sich von Vornherein auf nur acht, die dafür jedoch Volltreffer waren. Jedes Stück brauchte seine Zeit, zumal die Musiker erst zum nächsten übergingen, wenn eines zu ihrer vollkommenen Zufriedenheit fertiggestellt war, was sich auch positiv in der Qualität des Gesamtergebnisses niedergeschlagen hat. “Im Nachhinein finde ich ,The Guillotine’ immer noch klasse und verbinde viele schöne Erinnerungen damit, doch wir sind seitdem als Band und als Menschen gewachsen. Die vielen Konzerte, die wir gespielt haben, und die intensive Phase danach zum Komponieren haben uns in jeder Hinsicht reifen lassen”, erklärt Bassist Andreas Axetinctor. Songs wie ‚Stainless Glare’ plätten regelrecht durch ihren bestechenden Spannungsaufbau mit zahllosen Riffs, die in einem episch melodischen Part gipfeln, während ‚The Garrotte’ – wie ,The Guillotine’ eine Anspielung auf eine bestimmte Art der Hinrichtung – seinen Höhepunkt in einem gewaltigen Refrain zum Mitsingen findet. Überhaupt zeichnet sich die Scheibe durch ein hohes Maß an Dramatik und Begeisterung aus, die man so noch nicht von der Band kannte. “Dass mit Gereon Deceiver Ende 2017 ein neuer Drummer zu uns stieß, half unserem Zusammenspiel ebenfalls enorm, und er ist nicht nur eine Bereicherung für Vulture, sondern auch ein sehr guter Freund geworden”, fügt Axetinctor hinzu. Der Sound auf ,Ghastly Waves & Battered Graves’ ist insofern beachtenswert, als dass für das Genre unkonventionelle Keyboards zum Einsatz kommen, die Horror-ähnliche Sounds erzeugen und die Songs dramaturgisch erweitern. Horror ist im Übrigen auch ein inhaltliches Schlüsselelement, da klassische Gruselstreifen und Geschichten von Genre-Meistern wie John Carpenter und Dario Argento starken Einfluss auf die Texte hatten. Ebenso zeigen sich Vulture beim neuen Album von den Texten klassischer Bay Area Thrash Alben inspiriert.

Für die Produktion zogen Vulture einmal mehr ihren engen Freund Marco Brinkmann (Casket, Cross Vault) und dessen Hellforge Studio in Detmold heran. “Insgesamt wirkt das Album aggressiv und kalt. Marco hat es erneut geschafft, genau das Klangbild einzufangen, das wir von der Songwriting-Phase an im Kopf hatten. Im Mix ist viel Platz für all die kleinen Einzelheiten und Akzente, obwohl er dennoch sehr direkt klingt und einem quasi ins Gesicht springt”, so Genozider. Da Brinkmann vielbeschäftigt ist, blieben Vulture nur zehn Tage im August, um mit ihm zu arbeiten, die dummerweise in den gefühlt heißesten Sommer seit Jahrzehnten fielen. Das machte die Chose natürlich umso anstrengender, doch dank einer intensiven Vorproduktion war die Band bestens gewappnet, weshalb sie zielgerichtet agieren konnte und sogar einen Tag früher fertig wurde. Dabei entstand auch eine Coverversion von Thin Lizzys’ ‚Killer On The Loose’ zur Abrundung der Songkollektion. “Ein Lied zu covern, das in den eigenen Kontext passt, ist schwierig, doch dieses Stück erscheint wie für Vulture geschaffen”, schwärmt Axetinctör. “Das Textthema stimmt, genauso wie die scharfen Riffs und vor allem der Umstand, dass es sich um einen super Track einer unserer Lieblingsbands handelt.”

Die Band kann es kaum erwarten, ihren treuen Anhängern den neuen Stoff vorzustellen, und wird dazu Konzerte in ganz Europa geben, sowohl in Clubs als auch auf Festivals. Ihre erste zweiwöchige Tournee in der zweiten Jahreshälfte 2019 steht bereits fest. Auf die Frage hin, wo Genozider Vulture nächstes Jahr um diese Zeit sehen möchte, antwortet er lapidar: “Hoffentlich erschöpft nach einem Jahr erfolgreicher Konzerte – und mitten im Songwriting für ein weiteres Album!”


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