Hate


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ATF Sinner: Vocals / Guitar
Pavulon: Drums
Tiermes: Bass
Domin: Guitar

Hate werden ihrem Namen seit 1991 insofern gerecht, als sie zu den brutalsten, erbarmungslosesten Death-Metal-Bands der Welt zählen. Mit Tremendum wagten sie 2017 einen Schritt in düsterere eher atmosphärische Black-Metal-Gefilde und beschäftigten sich mit slawischer Mystik, was nun selbst-bewusst mit Auric Gates Of Veles fortgesetzt wird. “Wir wollten tiefer in die Materie eindringen, so-wohl musikalisch als auch inhaltlich”, erklärt Sänger und Gitarrist ATF Sinner. “Außerdem sollte unsere Rhythmusgruppe diesmal besser zur Geltung kommen, so wie es im Death Metal üblich ist. In puncto Gitarren schwebte uns eine fette Soundmauer vor, akustische Zerstörung mit Ambient-Elementen im Hintergrund.” Zu sagen, dies sei ihnen gelungen, wäre untertrieben, denn Auric Gates Of Veles klingt gigantisch, dabei aber sowohl natürlich als auch dynamisch. Es dürfte sich um die bis-lang stärkste Produktion in der langen Geschichte der Gruppe handeln.

Nachdem das unheilvolle Intro des Openers ‚Seventh Manvantara’ in einem Meer aus Gitarren und Blastbeats verklungen ist, steht fest, dass sich Hate am Zenit ihres Spielvermögens befinden. Weiter geht’s mit sowohl Thrash-Parts als auch raumgreifenden Momenten in ‚The Volga’s Veins’, dem gespenstisch groovenden Titelstück über das nicht minder garstige, aber auch tragische ‚Salve Ig-nis’ bis zum roh schwarzmetallischen Finale ‚Generation Sulphur’, wobei Vielfalt Trumpf und Wie-derkäuen der immergleichen Ideen ausgeschlossen ist. Im Zentrum steht zweifellos das sechseinhalb-minütige Epos ‚Sovereign Sanctity’, das vom ersten bis zum letzten Ton volle Aufmerksamkeit erfor-dert. “Die Nummer sollte wie eine Hymne klingen und gibt nun ein Paradebeispiel dafür ab. Ich halte sie für eines der besten Lieder, die ich seit Jahren geschrieben habe”, so Sinner weiter. “Der Songt schreit nach einem Video, woran wir tatsächlich auch gerade arbeiten.”

In den Texten beschäftigt sich der Frontmann wie gesagt abermals mit slawischen Legenden, was bereits der Titel des Albums verdeutlicht. “Veles steht im Mittelpunkt der meisten Songtexte. Als Gott der alten Slawen verkörpert er die dunkle Seite des Daseins”, erläutert Sinner. “Wir möchten mit der Scheibe in Veles’ Welt einladen, eine Welt voller slawischer Mystik. Sie hören bedeutet, auf eine Tra-dition zurückzublicken, die älter als das Christentum ist, woraus man neue Einsichten über die Ver-gangenheit und Gegenwart gleichermaßen erhält. So viel davon lässt sich auf unsere jetzige Zeit be-ziehen; man kann dabei eine Menge lernen.” Jeder Song steht für sich, Hate wiederholen uns in kei-nem einzigen von ihnen. ‚Seventh Manvantara’ handelt von “den ältesten Ursprüngen des Slawen-tums, der indo-iranischen Zivilisation und dem Propheten Zarathustra als Schlüsselfigur. Der Song ähnelt einer Reise durch diese Kultur, die eine Grundlage des Zoroastrismus bildet, wohingegen ‚The Volga’s Veins’ gewisse Ereignisse in der Geschichte Russlands betrifft, erlebt aus der Perspektive der Wolga, wo einige der gewaltsamsten Auseinandersetzungen in der Historie des Landes stattfan-den.” ‚Sovereign Sanctity’ begleitet jemanden, der im Gefecht fällt, die materielle Welt aber nicht end-gültig verlässt. “Wir sehen ihn im Jenseits auf einem langen Weg durch Veles’ Reich, ehe er schließ-lich zurückkehrt. In dem Text geht es um existenzielle Fragen.”

Das Album wurde in den polnischen Hertz Studio aufgenommen und von den Wieslavski-Brüdern produziert. Dominik “Domin” Prykiel, der auf Tour mit der Band spielt, steuerte zu den meisten Songs Ideen bei, während ihr langjähriger Drummer Paweł “Pavulon” Jaroszewicz hinter den Kesseln saß und Vesanias Filip “Heinrich” Hałucha wie schon auf Hates 2015er Scheibe Crusade: Zero den Bass übernahm. Thunderwar -Gitarrist Witold Ustapiuk spielte das Solo in ‚Path To Arken’, die “Dark-Ambient- und Industrial-Elemente” arbeitete Michal Staczkun gemeinsam mit der Gruppe aus. Wie so oft bestand die größte Herausforderung darin, dass die Zeit knapp wurde. “Wir arbeiteten mit wenigen Unterbrechungen drei Monate lang an dem Album. Am Ende fühlt man sich unter Zeitdruck gesetzt und meint, man bräuchte länger, um dies fertigzustellen oder das in seine endgültige Form zu bringen bzw. etwas bei der Abmischung zu justieren. Es ist also immer ziemlich intensiv und stressig, obwohl ich finde, dass das Ergebnis diesmal großartig klingt.” Nun da die Arbeiten abgeschlossen sind und die Band vorausschauen kann, produziert sie das erwähnte Video und weitere, während sie Konzerte plant, wo die Lieder von Auric Gates Of Veles zum Zug kommen werden. Sie verspricht eine rundum erneuerte Bühnenkulisse, die dem Thema der Scheibe entsprechen soll.

“Heute, wo viele Alben so etwas wie Statusaktualisierungen sind, soll Auric Gates of Veles mehr aus-sagen als Hate, die irgendwie ins Jahr 2019 passen wollen. Auric Gates of Veles steht und spricht vielmehr als Gesamtwerk für sich selbst. Ob uns jemand erst jetzt entdeckt oder unsere gesamte Dis-kografie kennt, versteht er die Scheibe hoffentlich genauso wie wir: als einzigartiges, hartes und viel-schichtiges Stück Musik. Wir fordern unsere Fans auf, sich darin zu verlieren, doch seid gewarnt – beim ersten Hördurchlauf begreift ihr es und die dazugehörende Geschichte nur im Ansatz.”


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