Déluge


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Frankreich ist seit Langem eine Brutstätte für Black Metal, und Déluge, die den Stil seit 2014 mit Post Hardcore kombinieren, gehören zu den bestgehüteten Geheimnissen des Landes. Fünf Jahre nach ihrem Debüt Æther legt die Band nun ihr zweites Album Ægo Templo vor, das leichter zugänglich ist und dennoch eine fantasievolle Weiterentwicklung markiert. „Ich wollte etwas noch leichter Zugängliches schaffen, ohne unseren melancholischen Sound und den Kern unserer Musik zu verlieren“, erklärt Gitarrist und Gründer François-Thibaut Hordé. „Das war eine sehr spannende und anstrengende Herausforderung, die wir allerdings mit Erfolg hinter uns gebracht haben, wenn man mich fragt. Wir sind ausgesprochen stolz auf das neue Album.“

Déluge, die im Nordosten Frankreichs entstanden, genießen bei den Mitgliedern oberste Priorität. Ihre gleißend kraftvolle, aufrichtige Musik ist zwar vom Black Metal inspiriert, doch die Gruppe identifiziert sich nicht mit der Szene und bezeichnete sich anfangs als „untrve French Black Metal“. „Eigentlich war das ein bisschen augenzwinkernd gemeint, doch ich hielt es für eine treffende Beschreibung und einen Ausdruck von Ehrlichkeit. Zum Black Metal bin ich selbst erst sehr spät gekommen, also wollte ich nicht auf ‚true‘ machen, sondern zugeben, dass ich nicht aus der Szene stammte, wobei ich allerdings hoffe, sie bereichern zu können.“ Indem die Band Post-Hardcore-, Post-Metal-Einflüsse und „melodischen, lautstarken“ Gesang einbindet, hebt sie sich zusätzlich von ihren Zeitgenossen ab und garantiert ein tiefsinnigeres Hörerlebnis. Ægo Templo ist vielschichtiger als ihr Einstand und bietet in beinahe allen Tracks klare Vocals, nicht zu vergessen Keyboards und weitere Instrumente in mehreren Stücken – etwa ein Sopranosaxophon in ‚Opprobre‘ Dennoch bleibt die Identität der Gruppe stets bewahrt. Für die Texte ging Sänger Maxime Febvet gleichfalls tief in sich, und nachdem Æther eine „Beobachtung verschiedener Aspekte unserer Leben“ war, geht es auf Ægo Templo eher um die Leistung, die vonnöten ist, um ein besserer oder vollkommener Mensch zu werden. „Das Titelstück ‚Ægo Templo‘ bringt den Bedeutungskern des Albums auf den Punkt, während ‚Opprobre‘ von Verrat und den schrecklichen Konsequenzen handelt, die er auf unser Leben und unseren Verstand haben kann. „Béryl“ ist möglicherweise das finsterste Stück, das wir bisher geschrieben haben, und handelt von Trauer, aber nicht unbedingt wegen eines Todesfalls, sondern eher in Hinblick auf Gesundheit und der Art, wie sie sich in anderer Leute Leben widerspiegelt. Die letzte Nummer ‚Vers‘ verbindet alle anderen Songs miteinander und ist ein perfektes Finale für die Platte, gleichzeitig da sie einen Ausblick auf die nächste bietet.“

François-Thibaut produzierte das Album zusammen mit den Tontechnikern Thibault Chaumont/Deviant Lab Studio (Igorrr, Carpenter Brut, Birds in Row), der auch Mix und Mastering übernahm, und Amaury Sauvé / The Apiary Studio, der für die Schlagzeugaufnahmen verantwortlich war. Ægo Templo ist ein mutiger Vorwärtsschritt im Vergleich zum ersten Album der Combo. „Die Aufnahmen und das Abmischen gingen natürlicher und ‚organischer‘ vonstatten als zuvor. Wir haben uns mit den Details Zeit gelassen und hatten das Vergnügen, ganze Wochen gemeinsam mit Thibault am Feinschliff zu arbeiten. Ich kann kaum ausdrücken, wie dankbar ich dafür bin, dass er sich so lang um uns kümmerte und den ganzen Ablauf betreute hat. Das Ergebnis klingt echt viel persönlicher als der Sound von ‚Æther‘, auch wenn ich nach wie vor uneingeschränkt hinter dem Album stehe.“ Neben Saxophonist Matthieu Metzger gastierte Tetsuya Fukagawa von der japanischen Screamo-Legende Envy in ‚Gloire Au Silence‘, wohingegen Hélène Muesser zusätzlichen Gesang zu ‚Abysses‘, ‚Ægo Templo‘ und ‚Digue‘ beisteuerte. Alle drei verliehen dem Longplayer noch mehr Tiefe. Obwohl in Anbetracht der Weltlage unsicher ist, was Déluge als nächstes angehen, haben sie sich ein eindeutiges Ziel gesetzt: „Wir wollen möglichst ausgiebig touren, um unsere Musik bekannter zu machen, und viel, viel weitergehen, als es nur in der Metal-Szene möglich ist.“


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