Allegaeon


Buy Facebook Twitter Artist News


Riley McShane: Vocals
Greg Burgess: Guitar
Michael Stancel: Guitar
Brandon Michael: Bass
Brandon Park: Drums

Mit Apoptosis geben Allegaeon ihr ultimatives Statement ab. Mit seiner nahezu vollkommenen Symbiose von technischem Progressive und Melodic Death Metal ist das Album gleichzeitig erdrückend heavy und intelligent. Es strotzt vor Einfallsreichtum und markiert einen deutlichen Vorwärtsschritt in Sachen Songwriting. “Diesmal war ich Ideen gegenüber offener, die wir früher verworfen hätten”, sagt Gitarrist Michael Stancel. “Statt etwas nicht zu nehmen, weil es nicht eindeutig nach Allegaeon klang, betrachtete ich es mit etwas Abstand und überlegte, ob es zum jeweiligen Song passte, bevor ich entschied, ob ich es behalten würde. Auf diese Weise entstanden einige meiner Lieblingsstücke, weil ich mir weniger Sorgen darum machte, ob die Musik unserem bisherigen Sound entsprach.” Diese Aussage lässt sich auf das gesamte Album münzen. Es entspricht zwar dem Grundsound, mit dem sich Allegaeon im Lauf ihrer eindrucksvollen Karriere viele Fans erarbeitet haben, stößt jedoch auch in neue Gefilde vor, und zwar mit unbeirrbarem Selbstbewusstsein. “Thematisch geht es diesmal um Gegensäte, was die Musik perfekt widerspiegelt”, erklärt Sänger Riley McShane. “Der Gesang ist so extrem wie nie, doch es gibt auch mehr cleane Parts. Die Drums sind schneller und dynamischer, die Riffs tiefer und langsamer als auf unseren älteren Alben, aber man hört auch immer wieder ausgedehnt melodische, richtiggehend schöne Passagen.”

Nach ihrem Karrierehöhepunkt 2016 mit dem gefeierten Album Proponent For Sentience – der erste Versuch der Band, ein klassisches Konzeptwerk zu schreiben – waren Allegaeon lange auf Tour. Unterdessen gab es einen Besetzungswechsel, da ihr langjähriger Bassist Corey Archuleta ausstieg und durch Brandon Michael ersetzt wurde. “In musikalischer Hinsicht verleiht Brandon der Band eine völlig neue Dimension,”, lobt McShane. “Er hat umfassende Sachkenntniss und ist dank seines guten Geschmacks stilistisch variabel aufgestellt, wodurch einige Songs auf ‘Apoptosis’ überhaupt erst richtig lebendig wurden.” Die Scheibe wurde auf Tournee geschrieben und aufgenommen. Der vollgepackte Terminplan der Band bedingte eine andere Herangehensweise bei der Produktion, wozu Gitarrist Greg Burgess bemerkt, man habe “keine Zeit gehabt, sich lange Gedanken über die Songs zu machen – und ehrlich gesagt wussten wir nicht, wie die Platte ausfallen würde, bis wir ihr den letzten Feinschliff gaben!” Ungeachtet dessen ist die kalte Wut, die einen Großteil des Materials antreibt, spürbar und unmissverständlich. Der Opener “Metaphobia” klingt beispielsweise wie der vertonte Weltuntergang, vom kochenden Zorn in “The Secular Age” ganz zu schweigen. “Als ich 23 wurde, verwandelte sich mein ganzer Kummer einfach nur in Wut – süße, süße Wut –, doch statt sie an meinen Mitmenschen auszulassen, beschloss ich, sie über meine Gitarre auszudrücken”, bemerkt Stancel. “Ich mag Bands, die derbe angepisst klingen, und versuchte in diesen beiden Songs, solche Aggression einzufangen. Davon abgesehen gestalte ich unsere Stücke gern vielschichtig, damit sie so opulent wie möglich klingen.”

Zum Titel des Albums: Apoptose bedeutet Zelltod und beschreibt einen gewöhnlichen,regelmäßigen Vorgang in der Entwicklung bzw. im Wachstum eines Organismus. Bei Allegaeon drückt der Begirff die Textthemen auf dem Album aus, denn die zugrundeliegende Vorstellung lautet: Der Tod führt zu einem neuen, besseren Leben. “Diese Idee zieht sich durch die gesamte Menschheitsgeschichte bis zur Gegenwart, sowohl in der Wissenschaft als auch im gesellschaftlichen, religiösen und philosophischen Rahmen”, erläutert McShane – aber der Titel hat noch eine Bedeutung, wenn man ihn auf die Weiterentwicklung der Band selbst bezieht. “Allegaeon haben eine Menge Mitglieder verschlissen, aber es ist trotzdem stets voran und bergauf gegangen. Bei unserem jetzigen Line-up haben wir das Gefühl, dass es endlich kein schwaches Glied mehr in der Kette gibt. Der Weg bis hierher war weit, doch letztlich hat er sich im Sinne des Fortschritts für die Band gelohnt.”

Die Aufnahmen im Studio Flatline Audio in Denver unter dem seit Langem mit der Gruppe vertrauten Produzenten Dave Otero (Cattle Decapitation, Cephalic Carnage) waren angenehm stressfrei, wobei die klassische Gitarristin Christina Sandsengen in “Colors Of The Currents” mit Burgess im Duett spielte. Auch ein Bonustrack wurde eingespielt, und während die Band auf Proponent die Kanadier Rush coverte, war ihr diesmal eher nach Klassik zumute. Deshalb handelt es sich bei dem Stück um Johann-Sebastian Bachs Cembalokonzert d-Moll (BWV 1052). Burgess hatte von jeher eine Schwäche für dieses Werk, vor allem Murray Periahs Interpretation mit dem Kammerorchester St. Martin of the Fields Academy, und liebäugelte mit einer Metal-Version. “Als ich eine Schreibblockade bekam, beschloss ich, die bittere Pille zu schlucken und ein Arrangement herauszuarbeiten. Das war ein riesiger Aufwand und für mich so etwas wie ein Lebenswerk.” Bemerkenswert ist zudem die Tatsache, dass sich die Veröffentlichung von Allegaeons Debüt-EP 2018 zum zehnten Mal gejährt hat. Vor diesem Hintergrund ist die Band weit gekommen und wird ihren Höhenflug auch 2019 fortsetzen. “Wir haben während dieser Zeit viel erreicht, und darauf bin ich sehr stolz” so Burgess abschließend. “Wir sind nicht nur trotz personeller Umstrukturierungen von Album zu Album größer geworden, sondern auch mit jedem Wechsel stärker, was die Moral innerhalb der Band betrifft. Darum kann ich jetzt gelassen auf unseren Tourneeplan fürs kommende Jahr schauen, denn ich weiß, dass es gut wird.”








See Tour Dates