Aeon


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Tommy Dahlström: Vocals
Zeb Nilsson: Guitar
Daniel Dlimi: Guitar
Tony Östman: Bass
Janne Jaloma: Drums (Session)

Nachdem Aeons Black aus dem Jahr 2012 als eines der definierenden Death Metal-Alben des 21. Jahrhunderts gilt, hat man lange auf den Nachfolger gewartet. 2021 kehren die schwedischen Aeon nun endlich mit dem Nachfolger God Ends Here zurück und setzen dabei noch einen drauf – mit einer Platte, die in jeder Hinsicht größer, härter und stärker ist. “Ich fühlte keinen Druck nach einer solchen Pause, wir machen keine halben Sachen und ich habe das Gefühl, dass dies unser bislang stärkstes Album ist,” meint Gitarrist Zeb Nilsson. Eine dunklere, noch epischere Ansammlung an Songs, die alles bietet, was ein Aeon-Fan sich nur wünschen kann und einige Überraschungen bereithält. Sie drängt das Genre in neue Richtungen und bestätigt einmal mehr, dass sie eine der wichtigsten Bands im extremen Metal sind.

Die längere Pause zwischen beiden Alben ist hautptsächlich darin begründet, dass die Band viel Zeit dafür aufgebracht hat, den richtigen Schlagzeuger zu finden. Nachdem einige Trommler ausprobiert wurden, fand man erst in Dark Funeral/Imperium Schlagzeuger Janne Jaloma den richtigen Mann. “Wie viele bereits wissen, ist Janne eine Maschine. Er hat uns im Vorprogramm von Cannibal Corpse 2006 in Göteborg gesehen und nachdem er uns mit Nils (Fjellström) spielen hat sehen, war das die Initialzündung für ihn, sich selbst hinters Kit zu setzen. Sein Stil ist gewissermaßen von uns beeinflußt und somit ist er die perfekte Wahl gewesen.” Sein Aufnahmedebüt für die Band gibt auch Tony Östman, welcher der Band im Jahre 2013 während des Touringzyklus für Aeons Black beitrat. “Das wirklich Coole an Tony ist, dass er wirklich wie ein Bassist arbeitet. Er kopiert nicht einfach nur die Gitarren, sondern denkt viel über seine Basslinien nach und bringt viele gute Ideen ein. Ein großartiger Musiker und Texter, er hat drei Songs geschrieben und zwei davon sind auf dem Album gelandet. Für die Nummern hat er auch die Texte und Gesangslinien geschrieben.” Gitarrist Daniel Dlimi, der Aeon 2013 verlassen hatte, kehrte 2019 ebenfalls in die Reihen der Band zurück, was Nilsson zum Schreiben inspirierte, da er die Zusammenarbeit mit ihm sehr vermisst hatte.

Als er 2014 die erste neue Musik für das Album schrieb – die Akkorde für den Refrain des mächtigen Abschlussstücks “Queen Of Lies” – entstanden in einem Club in München und gemeinsam mit Alex Webster von Cannibal Corpse, Brett Bamberger von Revocation und Östman probierten sie das Stück mit verschiedenen Pedalen aus, bevor sich die Türen öffneten – hatte Nilsson eine sehr klare Vorstellung davon, was er mit God Ends Here erreichen wollte. Während auf Aeons Black noch viele Thrasheinflüsse zu hören sind, war es des Gitarristen Plan, diesmal etwas Neues zu servieren. “Ich habe null Interesse daran, immer wieder das Gleiche zu machen. Daher gibt es diesmal auch andere Einflüsse zu hören, etwa von Samael, Emperor oder auch klassischen Komponisten. Als wir an dem Album arbeiteten, kam ich auf die Idee, dort weiterzumachen, wo wir bei Aeons Black aufgehört hatten. Das erste Stück auf diesem Album ist also eine alternative Version davon, wie Aeons Black endete. Wenn man es mit etwas vergleichen sollte, wäre es die Szene mit dem Balrog in Herr der Ringe, wo man in der Fortsetzung dort weitermacht, wo das Publikum hängen gelassen wurde, aber hier bekommt man eine alternative Version der gleichen Sache.”

Darüber hinaus wollte er, dass es verschiedene Themen gibt, die hier und da auf dem Album auftauchen und Filme in der Art nachahmen, dass solche Elemente mit der Handlung kommen und auch wieder gehen. “Dieses Album hat zwei Hauptthemen in vielen alternativen Versionen, sowohl in Riffs und orchestralen Samples in verschiedenen Songs, als auch in Intro-Tracks. Wenn man genau hinhört, wird man sie bemerken. In dieses Album sind viele Gedanken eingeflossen, und das ist ein Weg für uns, den Death Metal als Genre weiter voranzutreiben, aber natürlich sind wir immer noch Aeon. Wir werden immer wie Aeon klingen, wir gehen diesmal nur ein bisschen weiter.”

Wenn man Sänger Tommy Dahlström fragt, woher er lyrisch kommt, antwortet er schlicht und einfach. “Wenn ich schreibe, geht es immer um Hass und Wut. Das passt perfekt zu unserer Musik. Die meisten Texte auf diesem Album sind sehr persönlich, deshalb werde ich nicht ins Detail gehen, wovon sie handeln und was sie für mich bedeuten, aber hoffentlich sind sie so geschrieben, dass der Hörer seine eigene Bedeutung darin finden kann. Ich denke, das ist das Schöne an Texten, dass sie für mich etwas bedeuten können und für dich etwas ganz anderes.” Als das Album endlich geschrieben war, nahm es die Band in mehreren Studios auf. Das Schlagzeug wurde in Jalomas eigenem Studio Starköl aufgenommen, die Gitarren und der Bass im bandeigenen Rise to Dominate Studio und der Gesang wurde im Metallfabriken Studio aufgenommen. Produzent Ronnie Björnström, welcher bereits die Aufnahmen zu Aeons Black überwachte, wurde erneut mit dieser Aufgabe betreut und stellte sicher, dass alles so groß wie möglich klingt. Erweitert wird die Klangpalette durch Streicher und Chöre, wobei die orchestralen Elemente hauptsächlich von Nilsson programmiert wurden, während Dlimi bei “Mephistopheles” die Chorparts schrieb. “Es sind programmierte Sampler-Chöre, die mit mir und meiner jüngsten Tochter, die singt, synchronisiert wurden. Wir haben jeweils vier bis sechs verschiedene Harmonien aufgenommen und das auf vier verschiedenen Kanälen, um den großen Klang eines echten Chors zu erhalten.”

Mit dem dramatischen Artwork des italienischen Künstlers Paolo Girardi als letztem Puzzlestück erweitert das fertige Paket das Erbe von Aeon und gibt dem Genre den Schub, der von Anfang an beabsichtigt war. Sie mögen lange weg gewesen sein, aber täuscht euch nicht: Aeon sind zurück, und God Ends Here wird alles in Schutt und Asche legen!








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