Pentagram


Buy Facebook Myspace Artist News


Bobby Liebling: Vocals
Victor Griffin: Guitar
Greg Turley: Bass
Sean Saley: Drums

Bobby Liebling & PENTAGRAM veröffentlichen seit mehr als vierzig Jahren allerorts bewunderten Hard Rock bzw. Doom Metal. Diese Musiker aus D.C. gelten weithin als Pioniere zweier Subgenres des Hard Rock. Zu Beginn der 70er waren sie an der Schöpfung eines Giganten namens Heavy Metal beteiligt. Neun Jahre später säten sie die dunkle Saat dessen, was als Doom in die Geschichte eingehen sollte. Im Jahre 2011 feiert dieses amerikanische Musikprunkstück seinen 40. Geburtstag und die Veröffentlichung seines neuen Albums namens Last Rites auf Metal Blade Records.

Nach den Anfängen seiner alten Band gefragt, erinnert sich Mitbegründer und Schlagzeuger Geof O’Keefe: “It was 40 yrs ago in the fall of 1971. I’m not sure if it was literally Halloween night but it was at least pretty close. I was sitting around with Bobby Liebling, my best friend from school. We were bemoaning our own bands, Shades of Darkness and Space Meat. We were also talking about how Blue Cheer had lost both their fire and guitarist Leigh Stephens. Cream had disbanded, and Hendrix had been dead a year.” In dieser Nacht kam ihnen eine Idee, die die Geschichte des Hard Rock verändern sollte. Beide würden gemeinsame Sache machen und Musik spielen, die von den härteren Bands, die beide so sehr mochten, beeinflusst werden sollte. So wurden PENTAGRAM geboren aus Liebe und Frust.

Ab ins Jahr 1981. Joe Hasselvander, der 1978 zu den beiden dazugestoßen war, ging öfters mit einem Mädel aus, das ihm immer von ihrem 18-jährigen Bruder Victor erzählte. Victor Griffin war ein junger, harter Gitarrist, der bereits mit seiner Band Death Row eigene Musik aufgenommen hatte. Im Zuge eines Familienbesuches reiste Hasselvander nach Knoxville, um zu überprüfen, ob der frisch der High School entschlüpfte Musiker seinem Ruf gerecht wurde. “Back then Victor Griffin and Lee Abney, his bass player at the time, were already playing the Death Row material,” erinnert sich Hasselvander. “Griffin had the songs and I was blown away by his playing. He had a sound that was a lot deeper than what Venom was doing and it was heavier and more Sabbath-y than what Witchfinder General was doing. In fact, I thought that it was better than Sabbath. He was Blue Cheer mixed with Black Sabbath!”

Kurz zuvor, noch während seiner High School-Zeit, erfand und perfektionierte er das “Drop B tuning”. Über diese Technik sagt Griffin selbst: “I had been messing around with a drop D tuning which was also uncommon at the time. I had been playing around with it and dropping it lower and discovered something when I got to B. If you play a fifth chord on the top two strings, it makes this octave. Now you have those seven-string guitars with the low B right on there. For the time though, I don’t know of anyone who had done that.” Zu dieser Zeit wusste er noch nicht, dass er damit tausende Gitarristen in der Zukunft beeinflussen würde.

1985 wurde die Band von einem Label namens – der Zufall wollte es so – Pentagram Records unter Vertrag genommen. Death Row haben 1981 ein Demo aufgenommen, das von Hasselvander bezahlt wurde. Im Jahr darauf zahlte Liebling das nächste. Drei Jahre später wurde aus diesen beiden Demos das selbstbetitelte PENTAGRAM-Debütalbum. Wenige Tage, bevor der Deal unterschrieben wurde, konnte Liebling Griffin davon überzeugen, dass PENTAGRAM der bessere Bandname wäre, da sich jener in deren Gegend schon einer gewissen Bekanntheit erfreute. Fünfzehn Jahre nach dem Karrierestart von Bobby Liebling und PENTAGRAM erschien nun endlich das Debüt. 19 Jahre später sollte es in die Decibel Magazine’s “Hall of Fame” aufgenommen werden! Traurigerweise war Hasselvander einmal mehr unglücklich und ruhelos. Noch vor VÖ des Debüts kurz nach Beendigung der Aufnahmen für das Zweitwerk verließ er die Truppe und schloss sich den N.W.O.B.H.M./Pre-Thrash-Koryphäen Raven an. Stuart Rose gesellte sich zu Liebling, Griffin und Swaney und unterstützte sie auf ihrem Weg an die Spitze.

Die Jungs spielten so viele Headliner-Shows wie möglich und eröffneten für beinahe jede große Metalband, die in der Gegend um D.C. aufschlug. Der Höhepunkt dieser Periode war ein Konzert im legendären, New Yorker Club CBGBs. Als Ergebnis dieser Performances in Kombination mit ihren außergewöhnlichen Songs hatte die Band schon bald einen Vertrag des international agierenden Indielabels Napalm auf dem Tisch. Das zweite Album Day of Reckoning erschien 1987.

Doch Liebling und seine Band wurden weiterhin von denselben Dämonen verfolgt. Diese Tatsache in Kombination mit dem Verlust jeglichen Labelsupports ließ die Gruppe in der Versenkung verschwinden. Erst 1994 sollten sie sich wieder zusammenfinden und eine Platte für Peaceville Records einspielen. Hasselvander kam zurück an Bord. Er, Liebling, Griffin und Swaney gruben sich tief in die eigenen Höhlen und brachten ein paar echte Liebling-Klassiker und Griffin-Schwergewichte ans Tageslicht. Be Forewarned erhielt größere Aufmerksamkeit als jede andere Scheibe zuvor und ließ die Band dennoch nicht in Mainstream-Schichten aufsteigen. Endlich begriffen PENTAGRAM, dass sie eine Handvoll Metal-Bands nachhaltig beeinflusst haben, die, genau wie sie selbst, die Geschwindigkeit zugunsten der Schwere des Riffs opferten. Doom Metal stand in voller Blüte mit all seinen Szenevätern wie Trouble, Candlemass, Cathedral, und so weiter. Alle gaben neben Black Sabbath PENTAGRAM als ihre Haupteinflussquelle an. Zu dieser Zeit brachte Peaceville die ersten beiden Alben der Band neu auf den Markt und machte sie den dürstenden Doom-Jüngern zugänglich, die das Originalrezept begutachten wollten. Es schien, als würden PENTAGRAM endlich die Anerkennung bekommen, die ihnen schon lange zustand. Neu formiert und mit frischem Mut wagten die D.C. Doom-Paten einen weiteren Versuch. Leider hatte schon kurz danach Hasselvander einmal mehr die Nase voll und kehrte zu Raven zurück. Swaney sollte sich schon kurz darauf an den fehlenden Touren, dem ausbleibenden Labelsupport und dem konsequent gelebten “Rock n Roll Lifestyle” stören und verließ die Truppe ebenfalls zum zweiten Mal. Doch Liebling und Griffin ließen sich nicht unterkriegen und rekrutierten den lokalen Drummer Gary Isom und Griffins Neffen, Greg Turley, am Bass. Der große Ruhm war dennoch weit weg, und wie nicht anders zu erwarten, sollten PENTAGRAM und Mainman Liebling in Kürze erneut über ein offenes Grab stolpern.

Schnellvorlauf ins Jahr 1998: Hasselvander ist wieder eingestiegen und 2001 veröffentlichen PENTAGRAM Sub-Basement und First Daze Here, eine Sammlung von den besten Liebling-Songs aus den 70ern. Liebling sagt darüber: “This album finally gave me the growth steps I needed to take in order to find a wider audience.” Mehr Rock und Hard Rock als Doom berührten die Stücke viele verschiedene Sub-Genres des Metal und Rock. Von berühmten und berüchtigten Musikern hagelte es gleichermaßen Komplimente für diese Stücke, was zu Verkaufszahlen jenseits der 10.000-Marke führte. Respektierte Größen wie Hank III, Witchcraft und The Dead Weather coverten die Lieder sogar. Jemand wie Liam Gallagher von Oasis packte Lieblings Song aus dem Jahre 1972, “Be Forewarned”, sogar in seine persönlichen Alltime-Top-Five. Ist das Genie von Bobby Liebling und seinen PENTAGRAM endlich von der großen Masse entdeckt worden?

Ermutigt durch die positiven Resonanzen stellte Liebling ein paar verschiedene Line-Ups zusammen in der Hoffnung, wieder verstärkt live spielen zu können. Leider vergebens. Einige, mittlerweile berüchtigte Fehlstarts waren zu verzeichnen. Einer davon geschah im Jahre 2001 auf einem Doom Festival in der Gegend von DC. Nachdem Hasselvander, mittlerweile an die Gitarre gewechselt, über eine Stunde gewartet hatte, ob Liebling auftauchte, begann er den Set ohne ihn. Die Band hatte schon fast ihren kompletten Set gespielt, als Liebling während des letzten Stückes plötzlich auftauchte. Ein aufgebrachter Hasselvander kickte Liebling vor das Schienbein und beendete den Gig hinter seinem Amp. Ein weiterer Zwischenfall ereignete sich im Black Cat in DC im Jahre 2005. Liebling war diesmal sogar im Club anwesend. Sein Drogendealer allerdings auch. Er verpasste sich backstage eine Überdosis und musste von den Sanitätern wiederbelebt werden. Freunde zogen ihn auf die Bühne, wo er während des ersten Songs auf dem Drum Riser zusammenbrach. Auf dem Weg ins Krankenhaus blieb sein Herz zwei Mal stehen, aber glücklicherweise schaffte er es am Ende. Zu dieser Zeit begannen 914 Pictures (“The Art of the Steal”, “Rock School”) eine Dokumentation über Lieblings Leben zu drehen. Aus Liebe zur Sache arbeitete die Filmfirma an der Sache langsam in ihrer Freizeit.

Weitere vier Jahre sollten ins Land ziehen, in denen Liebling mit seinen Dämonen zu kämpfen hatte. Tief in seinem Herzen wollte er immer Musik machen. Ermutigt durch seine Freunde und sein Management, stellte er Anfang 2009 wieder einer Band zusammen. Mit einem Ziel vor Augen und voller Hingabe war dieser Mann wieder bereit für große Taten. Gary Isom (Spirit Caravan) setzte sich einmal mehr hinter das Schlagzeug. Mark Ammen (Unorthodox) zupfte den Bass, während Lieblings “Geheimwaffe” Russ Strahan an der Gitarre brillierte. Eine triumphale Comeback-Show wurde in der historischen Webster Hall in NYC gespielt. Aus der ganzen Welt reisten Fans an, um Liebling ihre Unterstützung zu zeigen, und sorgten so für ein ausverkauftes Haus. Mit allen Highlights aus der Karriere PENTAGRAMs geriet das Konzert zum Triumphzug. 914 Pictures war ebenfalls anwesend, um festzuhalten, wie der Verrückte hinter dem Mikro in diesem historischen Setting erneut Glanz und Glorie erntete. Dieser Auftritt bewies endgültig, warum diese Band gerechtfertigter Weise in einem Atemzug mit Black Sabbath und Judas Priest genannt wird, wenn es um die Innovatoren des Heavy Metal geht.

Leicht gemacht wurde es Liebling dennoch nie. Man sagt, dass in solchen Zeiten der tiefsten Dunkelheit, das Licht heller als jemals zuvor durch die Wolken bricht. Liebling nahm Kontakt zu Griffin auf, der zu dieser Zeit zusammen mit Hasselvander and Swaney Death Row anführte. Da Griffin sein alten Bandkumpel und Mentor vermisste und sah, wie sehr er sich bemühte, auf dem rechten Weg zu bleiben, sagte er im Frühling 2010 zu, ein paar wenige US Dates zu spielen. Mit an Bord: Isom und Griffins Neffe und ehemaliger PENTAGRAM Student, Turley. Die Konzerte waren ein riesiger Erfolg, der auf der Main Stage des Maryland Death Fest vor hunderten hingebungsvoller Fans seinen Höhepunkt fand. Dieser großartige Moment wurde von einer fünfköpfigen Kameracrew festgehalten. Diese Show und die dazugehörige Tour liefen so gut, dass es sich die Band ein weiteres Mal zumuten will, endlich den Durchbruch zu schaffen.

Im März 2010 wurde die Unterschrift unter einen drei Alben umfassenden Deal mit dem legendären Label Metal Blade Records gesetzt! Last Rites, das Album, von dem Liebling seit Ewigkeiten geträumt hat, wurde für den FRühling 2011 angekündigt. Kurz danach soll die DVD folgen, die den gesamten Gig vom Maryland Death Fest 2010 enthält! Und als Sahnehäubchen wurde für Januar 2011 eine Show zum 40. Geburtstag der Band gebucht.

PENTAGRAM haben immer und immer wieder bewiesen, dass aufgeben nicht in Frage kommt. Mit ihrem bisher stärksten Line-up, einem cleanen und nüchternen Liebling und zwölf neuen Stücken puren klassischen Metals, die die Fans in Form von Last Rites ab dem 8./11. April genießen dürfen, sind PENTAGRAM endgültig an der Reihe, die Massen für sich zu gewinnen und ihren angestammten Platz auf dem Metalthron endlich einzunehmen.




See Tour Dates