Goatwhore


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Louis B. Falgoust II: Vocals
Sammy Duet: Guitars, Vocals
Zack Simmons: Drums
James Harvey: Bass

16 Jahre ist es her, dass Goatwhore ihr bedrohliches Haupt aus den Sümpfen von New Orleans in Louisiana erhoben hat – einer Stadt voller Legenden und Voodoo-Flüche, Hexerei und Heimsuchungen durch die Seelen der Verdammten. 1997 vom ehemaligen Acid Bath/Crowbar-Gitarristen Sammy Duet gegründet, wurde ihre wechselhafte Karriere von dramatischen, bisweilen traumatischen Ereignissen geprägt: Besetzungswechsel, tödliche Verletzungen, paranormale Aktivitäten, Naturkatastrophen und eine Reihe weiterer mehr oder minder schwerer Unglücke. Es heißt ja, was uns nicht umbringt, macht uns nur härter … Ob von unbeirrbarer Leidenschaft für ihr Schaffen getrieben, vom purem Wahnsinn, Satansmächten oder vielleicht einer Kombination aus alledem – Goatwhore machten immerzu weiter, und etablierten sich unverhofft als eine der am härtesten arbeitenden, beständigsten Live-Bands des 21. Jahrhunderts sowie als wahre Institution harter Musik.

Die Reise begann für Goatwhore mit dem primitiven Demo “Serenades To The Tides Of Blood” und dem folgenden Debütalbum “Eclipse Of Ages Into Black”. Das damalige Quintett aus Duet, Soilent Greens Sänger Ben Falgoust, Gitarrist Ben Stout, Bassist Patrick Bruders und Drummer Zak Nolan erspielte sich durch sein rigoroses DIY-Ethos und Tourprogramm sowie zermürbende Scheißegal-Songs wie “Invert The Virgin” oder “Desolate Path To Apocalyptic Ruin” ein fanatisches Gefolge. Bis 2003 scharten Goatwhore Legionen um sich, die besessen waren von ihren gnadenlosen Celtic-Frost-Rhythmen und ätzenden Black-Death-Elementen, die sie mit dem Schmiss des Bayou-Country anreicherten

Ihr zweites Album “Funeral Dirge For The Rotting Sun” reichte weit über traditionellen Black Metal hinaus. “Funeral Dirge” war textlich intensiv und unglaublich heavy: eine langsamere, eher brodelnde, introvertiertere Komposition mit dem Hoch-Tief-Wechselspiel von Falgoust und Duet als den Extrempunkten einer bedrohlichen Atmosphäre. Das Album folgte einem fast tödlichen Busunfall, in dessen Zug Falgoust vorübergehend gelähmt und die Zukunft der Band ungewiss war. Allen ärztlichen Prognosen zum Trotz konnte Falgoust jedoch bald wieder Laufen, und das nunmehrige Quintett, in dem Duet den alleinigen Gitarrenposten besetzte, machte sich rasch wieder auf die Reise, doch scheinbar verfolgte das Pech sie: Mit “A Haunting Curse” musste die neue Besetzung von Goatwhore – Duet, Falgoust, Drummer Zack Simmons (ex-Nachtmystium) und Bassist Nathan Bergeron – der verheerenden Flut im Zuge von Hurricane Katrina entfliehen. Aufgehalten, aber fest entschlossen zeigten sich Goatwhore mit ihrem Einstand für Metal Blade so gemein wie bislang nicht. Immerzu rasend, eiskalt präzise und übermütig feindselig – von Sputnik Music passenderweise “down and dirty, heavy and blasphemous” genannt – stand die Band mit ihrem tollwütigen Death-Thrash-Hybriden endlich völlig zu ihrer längst bezeugten Vorliebe für Hellhammer und Venom, ohne bloß zu kopieren. Sechs Jahre später sollte “Diabolical Submergence of Rebirth” in der preisgekrönten HBO-Dramserie “Treme” gespielt werden.

2009 brachen Goatwhore unverhofft mit dem sündigen “Carving Out The Eyes Of God” über unschuldige Ohren herein. Als Bolide in puncto Sound, Gesinnung und Spirit rangierte die Scheibe unter den liebsten Metal-Alben des Jahres, sowohl bei Fans als auch bei Kritikern weltweit. Es stieg auf #33 in den Billboard Hard Music Charts ein, auf #16 in den Billboard Top New Artist (Heatseeker) Charts und auf #34 in den Billboard Top Independent Album Charts – keine geringe Leistung für eine Band, die offensichtlich keine Mainstream-Musik spielt. Das Decibel Magazine krönte “Carving Out The Eyes Of God” als tightestes, bislang am stärksten von Gitarren dominiertes Werk. Hier verbanden sich auf unheilige Weise krasse Tempowechsel, beeindruckende Hooks, und hymnisch ballernde Schwarze Messen mit Falgousts galligem Fauchen. Outburn verglichen es mit einem “modernen Laserschwertkampf zwischen Celtic Frost und Venom”, während MetalSucks “Carving Out The Eyes Of God” als “griffigstes Album, das Goatwhore je veröffentlicht haben” bezeichneten. Weitere Erfolge waren unter anderem eine Position beim 2010er Ozzfest und zwei Auftritte bei der alljährlichen SXSW Music Conference, wo das gehörnte Kollektiv seine sadistischen Gesänge über Ketzerei vor noch breiterem Publikum aufführen konnte.

Während der folgenden beiden Jahre leistete die Band ein unermüdliches Tourneepensum, wobei sie Städte in den USA, Kanada, Europa und Australien in Schutt und Asche legte. Um die potentiell Unbedarften zu bekehren trat die inoffiiielle Goat’-Hymne “Apocalyptic Havoc” in Soundtracks der Xbox 360/PlayStation-Spiele “Splatterhouse” und “Saints Row 3″ in Erscheinung , während das Video des Stücks in einer Folge von Last Call mit Carson Daly gezeigt wurde. Zur Krönung einer nahezu perfekten Folge von Abenteuern wurden Goatwhore bei den Big Easy Awards zur besten Hard Rock/Metal-Band 2010 ernannt, eine verdiente Ehre in Anbetracht ihres Höhenfluges in jenem Jahr.

Die Band ruhte gerade lange genug, um weiteres akustisches Chaos heraufzubeschwören, was 2012 zum die Charts anführenden Album “Blood For The Master” führte , diesmal in der Besetzung Duet, Falgoust, Simmons und James Harvey, der sich 2009 nach Nathan Bergerons Ausstieg angeschlosssen hatte. Die Scheibe zeigte die bekannte Metal-Horde aus Louisiana als festere Einheit denn je, die einen brutalen Angriff heidnischer Hymnen mit rhythmischem Wahnwitz zum Recken der Fäuste lancierte, abgerundet durch die verlockend blasphemische Lyrik von Falgoust, der die Platte als “Evil Rock ‘n’ Roll” umschrieb. International sorgte sie abermals für hochgezogene Augenbrauen in den Medien und zierte etwa das Cover des Decibel Magazine, wo man schrieb; “Fünf Alben, und Goatwhore halten immer noch den Titel der am härtesten ranklotzenden Band im Metal-Bereich inne. Mit “Blood For The Master” haben sich all ihre Opfer endlich ausgezahlt.” Craveonline.com meinten: “Würde jemand die Geschwindigkeit der kältesten Winde der Antarktis vertonen wollen, käme er dem Irrwitz von Goatwhore sehr nahe”. About.com fügten an: “Es gibt wohl viele Bands, die diesen Black-Death-Stil spielen, aber nur wenige machen ihn gleichzeitig catchy und bleiben brutal. Goatwhore sind mit den Jahren immer besser geworden, und dieses Album etabliert sie als Metal-Band, über die man nicht hinwegsehen darf.” “Blood For The Master” übertraf die Erfolge seiner Vorgänger, indem es einen Beeindruckenden 4. Platz in denBillboard Heatseeker Charts erreichte, #12 in den Current Hard Music Charts, #21 in den Hard Music Charts und #31 in den Top Independent Album Charts, nicht zu vergessen #19 in den iTunes Rock Charts in der ersten Woche nach Veröffentlichung.

Aufgenommen mit Meisterproduzent Erik Rutan in den Mana Recording Studios in St. Petersburg in Florida markieren die ohrenbetäubenden Serenaden von “Constricting Rage Of The Merciless” das erste Album der Band, das auf Zweizoll-Analogbändern aufgenommen wurde: ein starker herausfordernder Zugang, der Zusammenspiel im Gegensatz zur Perfektionierung durch ProTools unerlässlich macht und wenig Platz für Fehler duldet. Die zehn Songs in 37 Minuten bietende Scheibe ist zugleich Goatwhores rundum gelungenste, klanglich verheerendste Manifestation bislang – eine warme, organische Produktion, die den dicht monolithischen, erbarmungslos kampflustigen Sound und die Energie der Live-Performance der Band so einfängt, wie es die bisherigen Alben der Gruppe nicht konnten.

“Hätten wir jemand anderen herangezogen, wäre es in eine totale Katastrophe ausgeartet”, gestand Gitarrist und Sänger Sammy Duet kürzlich dem Decibel Magazine (Juni-Ausgabe 2014) mit Bezug auf die Zusammenarbeit mit Rutan, der seit der Aufnahme von A Haunting Curse 2006 eine ebenso fundamental wichtige Rolle bei der Entstehung von Goatwhores apokalyptischem Sound und der Vision der Band einnimmt we die Mitglieder selbst. “Er begreift, was wir aus einem Album schöpfen wollen, statt uns etwas auf Hochglanz Poliertes, Steriles, digital Manipuliertes, Unehrliches und völlig Falsches aufdrückt.

“Überwiegend analog aufzunehmen war genial, und das zeigen auch die Ergebnisse” behauptet Rutan, der seit Hate Eternals “I Monarch” und Soilent Greens “Confrontation” nicht mehr mit Bändern gearbeitet hat, also seit fast zehn Jahren. “Klasse Klang und Performance, besser geht es einfach nicht! Man braucht eine Menge Schneid, um ein Album in einer Zeit auf Tape zu bannen in der im Betal Gleichförmigkeit und Sterilität stärker vorherrschen als Originalität und Atmosphäre. Ich kann kaum erwarten, bis jeder die Scheibe hört. Wieder mit Goatwhore zu arbeiten war mir eine Ehre, und ich danke ihnen dafür, dass sie das Beste aus mir gekitzelt haben.”

Als facettenreicher Brückenschlag zwischen verschiedenen Stimmungen und Gefühlen sowohl musikalisch als auch inhaltlich reflektiert “Constricting Rage Of The Merciless” den Zwiespalt seiner Schöpfer und greift einen noch dringlicheren, düsteren und ruchlosen Vibe als seine Vorläufer auf. “Wenn wir schreiben, treffen verschiedenen Emotionen aufeinander”, erklärt Falgoust, “Alle Beteiligten hadern jeweils mit anderen Dingen in ihrem Leben, während wir ein Album komponieren. Von Sammys Riff über den Punkt, da Zack es am Schlagzeug interpretiert bis zu James, der es mit dem Bass unterfüttert, bevor ich es für mich ausdeute, um mir Gesangslinien dazu auszudenken – während jeder dieser Phasen ist es ein ständiges Hin und Her zwischen uns, woraus sich am Ende ein Stück ergibt, das als Verdichtung all dieser Gefühle durchgeht.”

“Es war definitiv befreiend, eine Ausschüttung negativer Empfindungen, die sich angestaut hatten”, gibt Duet bezüglich seiner Riffs zu. “Das letzte Album kam mir eher so vor wie: ‘Trinken wir Jack Daniels und fangen eine Kneipenschlägerei an.’ Dieses Album ist viel psychotischer, eher wie ein Massenmörder im Blutrausch.” Dies allerdings immer noch versehen mit schwarzen Riffs eindringlichen Rhythmen und dem infernalisch charakteristischen Zwiegesang von Falgoust und Duet. Letzterer bemerkt zur Gesamtstimmung: “Es gibt zutiefst traurige Parts (etwa ‘Cold Earth Consumed in Dying’, das das Blut in den Adern gefrieren lässt). Aber auch extrem wütende wie ‘Externalize This Hidden Savagery’. Das versuchen wir mit diesem Album auszudrücken: das vollkommene Böse der Seele. Es kehrt wirklich eine düsterere Mentalität hervor.”

“Der Titel umschreibt jemanden, der zu weit ins Abseits gedrängt wurde und Rache schwört, aber auch das Scheitern der Religion, Trost zu spenden”, fährt Falgoust fort, dessen traditionell ausdrucksvoll Psalmen von Tod, Ausschweifung, religiöser Provokation und der Unmöglichkeit eines Lebens nach dem Tod von einer Entwicklung zu einer nachdenklichen Persönlichkeit zeugen.

Vom kämpferischen Start mit “Poisonous Existence In Reawakening” über das angespannt hämmernde “Unraveling Paradise” bis zum punkig dringlichen “FBS” sowie dem teuflischen “Schadenfreude” streichen Goatwhore ihren unverfälschten, untergründigen Metal durch den historischen Filter von Heroen wie Motörhead und Bathory, allerdings mit dem unersättlichen Hunger eines Rudels Wildschweine. Diese Songs sind wahre Requiem der Rebellion, bisweilen raubtierhaft episch, hasserfüllt und quälend. Zumindest teilweise aufgrund der schieren Synergie, die sich aus dem wochenlangen Zusammenleben in einem Kleinbus ergibt, wirkt “Constricting Rage Of The Merciless” musikalisch rasiermesserscharf und windet sich buchstäblich unter dem Gewicht seiner Klanggewalt. Duets fetter, schmutziger Gitarrenton und bestialischer Gesang fügt sich nahtlos zwischen Simmons’ und Harveys vordergründigen, schnaufenden Rhythmen ein, und pointiert wird das alles von der imponierenden Stimme sowie zynischen Prosa von Falgoust, der tatsächlich ums Studio gerannt ist, bevor er zum Mikrofon griff, damit er noch manischer und heiserer, zugleich aber schlagfertiger als zuvor klingt. Wenn Falgoust “WE ARE COMING TO SMASH YOUR IDOLS!” heult (im traditionellen Reißer “Baring Teeth For Revolt”), werden Seelen schwach, sterben Wälder und implodieren Planeten. In einer übersättigten Metal-Szene, wo Subgenres Subgenres gebären und sich die Definition von Metal an sich wiederholt durch wahnwitzigen Crossover verschiebt, gelten Bands, die ihren sprichwörtlichen Wurzeln treu bleiben, ohne sich zu wiederholen, Gold wert.








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