Brimstone Coven


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“Big John” Williams: Gesang
Corey Roth: Gitarre
Andrew D’Cagna: Bass
Justin Wood: Schlagzeug

Der Name Brimstone Coven weckt Assoziationen. Man fühlt sich sofort an die Okkult-Szene der 1960er und die Musik erinnert, die im Laufe der folgenden beiden Jahrzehnte davon beeinflusst wurde, angefangen bei Black Sabbaths legendärem Debüt und darüber hinaus. “Als ich die Idee bekam, diese Band zu gründen”, so Gitarrist und Kopf Corey Roth, “wusste ich, dass ich diesen Sound wie in den 1960ern und ’70ern brauchen würde, verbunden mit einer unheimlichen Stimmung, wie sie seinerzeit vorherrschte. Schwefel, also “brimstone”, war für mich ein hervorstechendes Symbol, weshalb ich seit je ahnte, dass ich das Wort irgendwann einmal für ein Projekt verwenden musste. All diese Zutaten im Verbund ergaben letztlich Brimstone.”

Roth und Brimstone Coven sind definitiv auf der richtigen Spur. Auch wenn sich die Gruppe – Roth, Sänger John Williams, Bassist Andrew D’Cagna und Drummer Justin Wood- erst vor vier Jahren in Wheeling in West Virginia gründete, zehrt sie von einem fantastischen Schatz appalachischer Düsterkeit. Die Musiker aus dem Mountain State haben beispielsweise den Mothman, eine in den 1960ern aufgekommene Sagengestal, Screaming Jenny und das Phantom der Flatwoods, doch das sind nicht die einzigen Spukgeschichten aus dem 35. Bundesstaat die in Brimstone Covens Heavy Rock einfliessen.

“Es hat viel damit zu tun, dass ich in den 1970ern geboren wurde”, räumt Roth ein. “Die Zeit damals war seltsam und unheimlich. Das spüre ich heute noch, wenn ich zurückdenke. Volkssagen und Legenden konnten zum Leben erwachen, und ich ließ meiner Fantasie freien Lauf. Die Menschen experimentierten mit Zauberei, Schwarzmagie und irren Drogen! Viele Bands benutzten okkulte Symbole. Ich fühle mich zu dunklen Stimmungen hingezogen und wollte sie wiedererwecken, tiefer hineintauchen.”

Musikalisch ist das Quartett aus dem gleichen Holz gestrickt wie Black Sabbath, Pentagram und Led Zeppelin, doch Brimstone Coven wurden auch vom Psychedelic Rock beeinflusst, etwa von Pink Floyd. Die Band ist sehr, sehr heavy, neigt aber auch zu atmosphärischen Spitzen, wenn es passt. Wenn Brimstone Covens Klanghexerei eines ist, dann zeitgenössisch. Sobald Roth, D’Cagna und Wood einen Groove finden, hauen sie so kräftig ins Mett wie ihre Vorbilder, doch während sich die meisten Bands damit zufrieden geben, Iommi-Riffs und Ozzy-Melodien zu kopieren, warten Brimstone Coven mit dreistimmigem Satzgesang auf, wie es die Mamas and Papas, Yes und The Byrds taten.

“Das ist definitiv eine verlorene Kunst, die heute nicht mehr viele Musiker beherrschen, egal in welchem Genre”, so D’Cagna. “Wir dürfen froh sein, was das angeht, weil sich unsere Gesangsstimmen gegenseitig ergänzen. So etwas kommt ziemlich selten vor, also versuchen wir, es möglichst gründlich auszuschöpfen, ohne zu übertreiben. Zudem ist mir aufgefallen, dass viele zeitgenössische Bands altes Equipment verwenden und trotzdem modern klingen, in Verzerrung ertrinken. Für mich verwässert das den Sound, so wie er damals eigentlich war. Wir setzen Verzerrer sehr sparsam ein, und das finde ich authentischer.”

Brimstone Covens kernig groovige Riffs und Killer-Vocals sind eigentlich auch nichts Neues. Fans der Band verehren ihren Heavy Rock schon seit Brimstone Coven und dessen Nachfolger, die sie beide bis 2013 veröffentlichte. Metal Blade mit ihrem guten Riecher erkannten das Potenzial in Brimstone Coven, machten einen Deal klar und packten beide Veröffentlichung in ein Set, das 2014 unter dem TItel Brimstone Coven erschien. Dies war freilich nur eine Vorbereitung für die erste offizielle Platte der Gruppe bei Metal Blade: Black Magic, die eines der Highlights 2016 wird.

“Black Magic deckt eine bunte Bandbreite ab”, behauptet Sänger Williams schmunzelnd. “Wir hielten die Gesangsharmonien für wichtig, auch weil wir so oft dafür gelobt werden, von wegen sie seien in den alten Songs nicht wegzudenken. Das Album sollte nicht davon erdrückt werden, der Wunsch unserer Fans aber dennoch erfüllt werden. Diese Harmonien haben dem Rock ‘n’ Roll schon immer etwas Schnittiges verliehen. Ein paar Tracks klingen eher Retro, wie wir es noch nie gewesen sind, auch wenn unsere eigene Duftmarke unverkennbar bleibt. Ich bin mir sicher, jeder ‘Brimstoner’ wird auf Black Magic stehen, und wir gewinnen hoffentlich auch mehr Fans damit. Insgesamt freuen wir uns sehr darüber wie Black Magic ausgefallen ist.”

Black Magic wurde in mehr oder minder einem Jahr geschrieben – einige Tracks gehen auch auf die Gründungszeit der Band zurück -, und zwar in Kerzenlicht und Weihrauch, Einsamkeit und mit ein klein wenig Ganja. Allzu lange benebeln ließen sich Brimstone Coven allerdings nicht, sondern bezogen 2015 das Sacred Sound Studios in Ohio. “Dort entstanden bisher alle unsere Produktionen”, erzählt Williams. “Professionelle Atmosphäre, aber dennoch ein lässiges Ambiente und stressfrei. Andrew produzierte die Platte, während alle Ideen und Änderungen einbrachten. Er leistete tolle Arbeit in allen Studio-Belangen; seit er zur Band gehört, den Flow des Materials kennt und mit seinen 16 Jahren Erfahrung Ratschläge erteilen kann, geht das alles wirklich sehr schnell.”

Mit Songs wie ‘Black Unicorn’, ‘Beyond the Astral’, ‘Upon the Mountain’ und ‘The Eldest Tree’ kann Black Magic nur gewinnen – nicht nur, weil sich Brimstone Coven die Seelen aus dem Leib singen. Dieses Album ist unvergesslich und schreit danach, immer wieder aufgelegt zu werden. Brimstone Coven haben etwas merkwürdig Anziehendes an sich, das sie aus der Tiefe zu schöpfen scheinen, gleichzeitig da sie auf die Soundtracks von Phantasm und Suspiria verweisen. Eines möchte Roth den Fans dabei unbedingt mit auf den Weg geben: “Sie sollen sich fühlen wie auf einer Reise ins Ungewisse, in ihre eigenen Köpfe, und ein starkes Verlangen entwickeln, oft dorthin zurückzukehren. Seht und glaubt.”

Tatsächlich: Black Magic nimmt uns in Beschlag!




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