Battlecross


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Kyle Gunther: Vocals
Tony Asta: Guitar
Hiran Deraniyagala: Guitar
Don Slater: Bass
Alex Bent: Drums

Thrash hat sich als unverwüstliches Genre erwiesen. Die echten Metal-Fans weltweit widersetzen sich Trends und Modeströmungen, derweil Battlecross das Genre auf ein neues Niveau hieven. Statt den “klassischen” Thrash-Sound wiederaufzuwärmen, hat das Quintett aus Canton in Michigan beständig Neues eingebracht: feurige Energie und Dynamik, aber “Rise To Power” legt die Messlatte noch höher an. Ausgehend vom flammenden Sound von “War Of Will” (2013) klingt die Scheibe düsterer, aggressiver und tighter, eingängig ohne Firlefanz, durchsetzt mit reißerischen Solos und Zug nach vorne in jedem Track, um die Massen vor die Bühnen zu locken. “Wir sind echt stolz auf die Scheibe und haben ihre Stücke schon überall auf der Welt vorgestellt, eine geile Erfahrung. Als wir sie angingen, hatten wir größere Freiheit in dem Sinn, dass wir sagen konnten, dass die Leute mögen, was wir schreiben, weshalb wir schreiben konnten, was wir wollten”, erklärt Bassist Don Slater. “Wir wollten nie das Gleiche zweimal machen, sondern unsere Wunschriffs zocken und einfach auf unsere Erfahrung aufbauen, um stets einen draufzusetzen”, fügt Gitarrist Tony Asta hinzu. “Niemand schenkt uns irgendetwas. Uns ging es stets um harte Arbeit, und auf das, was wir mit “Rise To Power” geschaffen haben, könnten wir nicht stolzer sein.”

Auf Tournee zu “War Of Will” ging es für die Band wirklich ans Eingemachte. Nach dem Start mit einem Auftritt bei Metallicas Orion Fest folgten rasch weitere beim Mayhem Festival neben Rob Zombie, Mastodon und Amon Amarth, hinterher welche mit Schwergewichten wie Hatebreed, Death Angel sowie Killswitch Engage, und dann war da noch ihre Performance beim renommierten Download Festival in Großbritannien im Juni 2014. Mit diesem Schwung gingen die Musiker wieder zum Komponieren über, wobei aggressiverer Stoff herauskam als zuvor, aber auf natürliche, zwanglose Weise. “Ich schätze, wir waren ein bisschen angepisst wegen einiger Dinge, die uns im Lauf des Vorjahrs passiert waren”, gesteht Slater, “und das spiegelt sich in der Musik wider – immer. Allerdings nahmen wir uns nie vor, ein heavieres Album zu schreiben, bloß kam es nun eben dazu, und es ist sehr authentisch.” Zur Betonung dieser Aggression treten die zuvor sporadischen Death-Metal-Einflüsse stärker hervor, vor allem in “The Climb” und “Bound By Fear”, was auf Gitarrist Hiran Deraniyagala zurückgeführt werden darf. “Diese Elemente waren schon immer vorhanden, und ich glaube, ich habe damals viel Goatwhore gehört”, lacht er. “Im Ernst, jeder Song musste unbedingt seine ureigene Stimmung haben, und sie härter zu machen, schien nur folgerichtig zu sein. Zudem ist dieses Album grooviger und abwechslungsreicher. Gleichzeitig wollten wir es nicht zu melodisch machen, sondern unterschwelliger angehen lassen, und Tony ist echt der King, was Melodien angeht.” Tatsächlich besteht der Reiz der Platte gerade im Gegensatz zwischen Astas eher melodischem Zugang und Deraniyagalas wütenderem Stil. “Tony hat ein feines Händchen für Hooks”, so Slater. “Die zwei ergänzen sich trefflich, und wenn dieses Duo sein Bestes gibt, darf man Großes erwarten.” “Rise To Power” markiert ferner das Studiodebüt des 22-jährigne Drummers Alex Bent, dessen Alter verhehlt, wie bewandert er hinter den Kesseln ist. “Er hat großes Talent und den gleichen Drive wie wir, zumal er schon viel Erfahrung auf Tour gesammelt hat, also ist es toll, ihn dabei zu haben”, schwärmt Slater, und Bent war gewiss begeistert davon, die Gelegenheit zu nutzen. “Sobald mir Tony die Demos vorspielte, dachte ich mir Drumparts aus und überlegte, wie ich die Platte angehen sollte. Ich wusste, ich musste mein Bestes geben”, rekapituliert er.

Nach dem Songwriting zog die Band nach Florida, um mit Produzent Jason Suecof (The Black Dahlia Murderer, Job For A Cowboy) in den berühmten Audiohammer Studios sicherzugehen, dass das Endergebnis die Band von ihrer Schokoladenseite zeigte. Suecof, der als Einpeitscher mit Sinn für Humor bekannt ist, trieb die fünf Musiker dazu an ihre Grenzen, und Sänger Kyle “Gumby” Gunther meint, das Ergebnis spreche für sich. “Wir haben uns alle verbessert, und das hört man. Ich weiß, ich habe versucht, Gift und Galle zu spucken, während ich meine Vocals aufnahm. Darin steckt meine Erfahrung, denn ich habe alles hineingesteckt, was ich über die Jahre hinweg auf Tour lernte, und glaube, dass sich das bezahlt machen wird, wenn wir wieder losziehen.” Suecof kümmerte sich auch um die Solos, die einen wesentlichen Teil von Battlecross’ typischem Sound ausmachen und auf “Rise To Power” nicht enttäuschen werden. Durch enge Zusammenarbeit mit den Gitarristen zog Suecof, der selbst für “The Path” in die Saiten langte, alle Register, sodass jedes Solo ein Eigenleben entwickelte. “Leads müssen für mich etwas beinhalten, das ich mag und das eingängig ist, aber kurzgefasst”, beschreibt Asta, der für das Gros verantwortlich zeichnet. “Ich will nicht zu sehr protzen und verkomplizieren, aber wir haben uns angestrengt, um die Songs mit den Solos zu bereichern.” Slater erörtert weiter dazu: “Ich mag die neuen Solos besonders deshalb, weil nicht die Zahl der gespielten Noten zählt, sondern deren Qualität. Sie vermitteln ein erhebendes Gefühl – und schafft das ernsthaft jemand mit 30-sekündigen Sweepings? Eher nicht, aber alles, was wir festgehalten haben, klingt geil.”

Die Band nimmt das Motto “Arbeiterklasse-Thrash” ernst und bleibt seit je bodenständig, stellt ihre Arbeitsmoral in den Vordergrund und begegnet den Leuten auf Augenhöhe – ganz ohne Rockstar-Bullshit. “Wir haben immer unser eigenes Ding gedreht und uns nicht um Trends geschert. Egal womit du dich in deinem Alltag herumschlägst: Wir glauben, diese Songs bringen dich durch dein Elend”, sagt Deraniyagala. Gunther nimmt sich das zu Herzen und spricht aus eigener Erfahrung, indem er Schlechtes zu Positivem ummünzt, um sein Publikum zu bestärken. “Ich bin davon überzeugt, dass man alle Hindernisse mit gutem Willen überwinden kann, was nicht heißt, dass das leicht ist. In “Absence” geht es um meinen Sohn, der erst vier ist, und ich war die Hälfte seines Lebens auf Tour. Wenn er am Telefon nicht mit mir reden will, ist das schlimmer als all der andere Mist, den ich bislang erlebt habe, doch ich will es ja nicht anders.” In “Not Your Slave” klagt er Menschen an, die sich in die Opferrolle versetzen und andere manipulieren wollen, wohingegen “Despised” ein Bekenntnis zu Fehlern darstellt, von denen er sich allerdings nicht kleinkriegen lassen will. Er legt wert darauf, aufrichtig zu wirken. “Man muss Verantwortung für seine Aussagen übernehmen, und weil die Leute auf das hören, was ich rede, stehe ich in der Pflicht, etwas Gehaltvolles zu sagen. Wäre ich davon nicht zu 100 Prozent überzeugt, käme ich mir scheiße vor und wäre der Erste, der euch vom Kauf der Platte, unserer Shirts wie Konzertkarten abraten würde.”

Mit dieser Scheibe im Kasten will die Band verständlicherweise auf Tour gehen und die Songs möglichst vielen Menschen vorstellen. Asta meint zwar, man habe schon das größte Ziel überhaupt erreicht, indem man sich ein Publikum erspielte, dem die Band etwas bedeute und das ihre Musik inspirierend findet, doch Deraniyagala stellt klar, dass sie geerdet bleibt, aber von Großem träumt. “Ich bin stolz darauf, ein Teil von etwas überlebensgroß Gewordenem zu sein, und will ganz nach vorne. Mein Ziel besteht darin, jeden von Battlecross wissen zu lassen, der Metal hört, also muss ich überall auf der Welt spielen und mit jedem auf die Bühne gehen, der dazu bereit ist, es mit uns zu tun. Wir werden uns nie für irgendjemanden verbiegen, sondern exakt so bleiben, wie wir sind, aber es gibt keine Grenzen für uns, und wir treiben es einfach so weit, wie wir können.”






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