Armored Saint


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John Bush: Vocals
Joey Vera: Bass
Jeff Duncan: Guitar
Phil Sandoval: Guitar
Gonzo Sandoval: Drums

Was ich in meinen Sommerferien gemacht habe: von Joey Vera

Nein.
Bitte sagt, dass das nicht wahr ist! Nicht eine weitere Bandbio!

Wenn es eine Sache gibt, die wir alle nicht brauchen, eine Aufgabe, mit der wir unsere stetig ablaufende Zeit sinnloser nicht verschwenden können, dann ist es das Lesen einer weiteren Bandbiographie!

Wenn du aber schon bis hierhin gekommen bist, hast du wahrscheinlich kein Problem mit der unvernünftigen Verschwendung von Augenbewegungen. Sollen wir weitermachen?

ARMORED SAINT wurden 1982 im Osten von LA von fünf Nachbarfreunden gegründet. Innerhalb von sechs Monaten unterschrieben wir einen Deal mit Metal Blade, landeten auf ‘Metal Massacre 2’ und brachten eine EP heraus. Wir gaben auf ca. 50 Gigs richtig Gas und signten ohne Umschweife bei einem Major Label namens Chrysalis. Wir dachten, die seien cool dort, denn sie hatten einige unserer Lieblingsbands unter Vertrag, wie z.B. UFO, Robin Trower, Jethro Tull und die Michael Schenker Group.

Dort brachten wir drei Platten heraus. ‘March Of The Saint’ (1984), ‘Delirous Nomad’ (1985) und ‘Raising Fear’ (1987). Wir tourten uns unseren Arsch ab und teilten die Bühnen mit Metallica, WASP, Helloween, Grim Reaper, Quiet Riot, Whitesnake, Ted Nugent oder Alice Cooper, um nur ein paar wenige zu nennen.

1988 ging es Chrysalis dann nur noch um Charts, Graphen und die Menge an Eyeliner, die der Sänger von Spandau Ballet auftrug. Sie hatten das Interesse an der beständigen Pflege einer basisnahen Band verloren. Also wurden wir gedroppt. Bei aller Liebe, in dieser Zeit waren wir selbst nicht ganz zurechnungsfähig. Oh, und wir schuldeten ihnen massig Geld. Uh, das tun wir immer noch, um genau zu sein.

1990 verloren wir unseren guten Freund, Gitarrist und Songwriter Dave Prichard wegen Leukämie. Ein schwerer Schlag, aber wir rappelten uns wieder auf und bastelten das Album ‘Symbol Of Salvation’ zusammen, das 1991 auf Metal Blade erschien. Die Presse überschlug sich, aber wir richteten uns 1992 im Kampf darum, wer Schuld war, dass wir den Durchbruch immer noch nicht geschafft hatten, selbst zugrunde. Unser Sänger John Bush bekam das Angebot, bei Anthrax einzusteigen und schoss damit unserem lahmenden Pferd dankenswerter Wiese direkt zwischen die Augen.

1999 fanden wir uns wieder zusammen und arbeiteten an ‘Revelation’. Metal! Ein Jahr später kam ‘Nod To The Old School’. Yadda, Yadda, Yadda.

Seitdem haben wir unsere Band nie als eine Formation gesehen, die den normalen Zyklus „Album – exzessives Touren – Videos – Rückkehr nach Hause – Anfang von vorne“ mitmacht. Wir schreiben Platten und spielen Gigs, wenn wire s für richtig halten und uns danach fühlen. Wir halten uns für den zufriedensten Nomadenclan, denn wir können darauf vertrauen, dass unsere Fans nicht im Stich lassen, egal zu welcher Zeit wir den Kopf aus unserem Versteck stecken.

Schnellvorlauf ins Jahr 2008: John Bush und ich haben just for fun ein paar kleine, coole Songideen aufgenommen. Spaß? Was war das? Nach nur ein paar Monaten stand der Entschluss, ein neues SAINT-Album anzugehen. Wir haben über ein Jahr lang Ideen ausgearbeitet und uns dabei völlig nach außen hin abgeschottet. Wir wollten einzig gute Songs schreiben ohne mitzubekommen, was um uns rum passierte und angesagt war. Kurz bevor die Stimmen in unseren Köpfen dem Gehörnten immer ähnlicher wurden, zogen wir jedoch einen Schlussstrich.

Im Herbst 2009 begannen wir also mit den Aufnahmen zu unserem sechsten Album ‘La Raza’. Engineer Bryan Carlstrom trat an uns heran, mit dem wir schon bei ‘Symbol…’ zusammengearbeitet hatten. Wir hielten es für eine nostalgische Idee, erneut zu kooperieren. Aus wirtschaftlichen Gründen entschieden wir, dass ich die Platte produzieren und als Co-Mixer agieren sollte. Ich war so nah dran an der Materie, dass ich das Schiff in den Sturm hinein und wieder heraus lenken konnte.

Getrieben von der Sehnsucht, unsere Musik so natürlich wie möglich zu halten, haben wir uns entschieden, analog zu arbeiten. Wir haben alles mit analogem Equipment aufgenommen, bevor wir uns an den Computer gesetzt haben. Dasselbe beim Mixdown der Drums. Aus dem Computer in ein analoges Mischpult und dann aufs analoge Tape. Während dieses Prozesses behielten wir viele Tracks der Demosessions. Wir befanden sie für gut.

Für uns war diese Arbeitsweise eine Freude. Auf der einen Seite konnten wir sehen, wie weit die Technologie fortgeschritten ist, auf der anderen konnten wir zeigen, dass man diese neuen Regeln keinesfalls einhalten muss. Wir haben sie gleichermaßen befolgt wie gebrochen. Das Wichtigste ist und bleibt der Spirit der Musik. Durch das Zischen des Tapes wurden wir daran erinnert, dass wir aus einer Zeit kommen, in der die perfekt zusammengeschusterte Performance oder das perfekte Lautstärkelevel die Musik keinen Deut besser machte.

Die Musik auf diesem Album ist getränkt mit der Ursprünglichkeit unserer alten Einflüsse bezogen auf das Songwriting und die Klangfarbe. Wir wollen definitiv kein Rad neu erfinden hier. Wir wollten nur herausfinden, inwieweit wir uns als Songwriter und Produzenten verbessert haben.

Lehnt euch also zurück, steckt euch eure kleinen Knöpfe in die Ohren, und lasst die kleinen Kilobytes durch eure verkümmerten Hörkanäle strömen! Aber denkt immer daran: So haben wir euch das alles nicht serviert!








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