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BIO | INTERVIEW
2008 - David Potvin über 'One-Way Mirror'
Hey David! Euer selbst betiteltes Debüt erscheint in Kürze. Was erwartet die Leute mit ONE-WAY MIRROR?
Wir freuen uns total auf die Veröffentlichung der Platte, denn wir sind sehr stolz auf das, was wir aufgenommen haben. Wir bieten einen neuen Sound an, der sowohl Metalheads als auch Rockfans ansprechen kann. OWM ist der perfekte Mix aus harten Riffs und eingängigen Refrains, was einen großartigen modernen Sound ergibt. Ich bin mir sicher, dass Metal- und Rockfans, die auf der Suche nach etwas Frischem sind, die Platte verstehen werden.
OWM besteht aus Mitgliedern von Bands wie SOILWORK, MNEMIC, SCARVE und anderen. Was könnt ihr alle bei OWM ausleben, was bei den anderen Bands nicht geht?
ONE-WAY MIRROR bestehen aus Guillaume Bideau (MNEMIC, ex-SCARVE), Dirk Verbeuren (SOILWORK, SCARVE, PHAZE I), Loic Colin (SCARVE), meinem Bruder Franck Potvin und mir (LYZANXIA, PHAZE I). Wir haben tonnenweise Spaß mit dieser Truppe. Wir kennen uns seit zehn Jahren. Zusammen machen wir die Musik, die wir auch privat am liebsten hören. Ich denke, OWM sind diese Art von Band, die sich einen Dreck um Trends und musikalische Richtungen kümmert. Wir spielen, was uns gefällt, ohne uns selbst dabei ständig zu hinterfragen. Es gibt keinen Stress, keinen Druck und alles ist cool. Wir können neue Sounds entdecken, neue Arten zu spielen entwickeln. Wir können viele Stile miteinander kombinieren, ohne Angst haben zu müssen, jemanden zu enttäuschen. Wir haben als brandneue Bands ja noch keine Fans, haha! Wir kreieren unseren eigenen Stil, der hauptsächlich im Metal wurzelt. Der Hauptunterschiede zwischen ONE-WAY MIRROR und unseren anderen Bands ist unsere größere stilistische Bandbreite.
Wann entstand die Idee, diese Band zu gründen?
Guillaume hatte die Idee vor ein paar Jahren. Er wollte selbst in seiner Lieblingsband spielen, haha! Er rief jeden von uns an und erklärte uns, dass er eine melodische und eingängige Band gründen wollte. Das ist die Musik, die er am meisten mag. Das passte perfekt zu uns. Wie schon erwähnt, kannten wir uns schon lange und waren enge Freunde geworden. Wir haben die Bühnen schon tausendfach mit unseren anderen Bands geteilt. Jetzt wollten wir noch mehr Spaß zusammen.
Handelt es sich bei OWM nur um ein Allstar-Projekt oder um eine richtige Band mit Tourplänen usw.?
ONE-WAY MIRROR ist eine vollwertige Band, von der noch viele Alben und Touren folgen werden. In ein paar Tagen werden wir unsere ersten Gigs bestätigen. So, wie es aussieht, touren wir im September in Frankreich und danach in Europa. Ich kann es kaum erwarten, die Songs endlich live zu spielen. Ganz am Anfang wussten wir nicht, ob sich etwas Ernsteres als Komponieren und Bier Trinken des Spaßes willens daraus entwickeln würde. Doch so viele Freunde von uns wollten ein komplettes Album hören und uns live sehen, dass wir gezwungen waren, die Songs richtig auszuarbeiten. Das war großartig. Guillaume und ich entschieden, die Platte selbst zu produzieren. Das Schlagzeug wurde im Dugout Studio mit Daniel Bergstrand eingeprügelt, der Rest in unseren eigenen Studios, dem Dome Studio und dem Dogs in the House Studio. Außerdem wollten wir, dass Tue Madsen mit im Boot ist, weil der Typ hammermäßig ist. Mix und Mastering wurden also in seinem Antfarm Studio erledigt. So würde aus dem Projekt eine echte Band. Deswegen kontaktierten wir auch Metal Blade, um zu sehen, ob sie mit uns arbeiten wollten.
Bitte erkläre, warum OWM das perfekte Beispiel für modernen Metal ist.
Der Mix aus harten Riffs, wuchtigen Drums, dem wummernden Bass, den melodischen Vocals, den eingängigen Refrains und den coolen Samples macht aus ONE-WAY MIRROR eine absolute Einheit und eine Band der nächsten Generation des Heavy Metal. Ich liebe extreme und melodische Bands gleichermaßen. Guillaume steht mehr auf große Refrains und melodischen Gesang. Er schreckt auch vor Pop, Funk oder Mainstream nicht zurück. Jeder in der Band bringt verschiedene Einflüsse mit. Genau dieser Mix sorgt für den modernen Sound. Wir wollten etwas Frisches erschaffen, da mir müde sind, ständig Bands mit der gleichen Formel zu hören.
Was genau ist eigentlich ein Ein-Weg-Spiegel?
Dabei handelt es sich um einen Spiegel, durch den man Leute beobachten kann, ohne dass sie Dich sehen, eine aufregende Sache. Es war echt schwer, einen Namen für die Band zu finden, mit dem alle zufrieden waren. Als ich dann eines Tages das Cover von Alain Tréhard geschickt bekam, hatte ich den Namen sofort im Kopf. Wenn ich das Cover betrachte, dann drängen sich mir zwei Interpretationsmöglichkeiten auf: Ein Mädchen, das einem entweder seine Hand zeigt oder versucht, sein Spiegelbild zu berühren.
Ihr habt eine coole Coverversion von FRANKIE GOES TO HOLLYWOODs “Relax” aufgenommen. Warum gerade dieser 80er Hit?
Diese Idee stammte von meinem Bruder. Wir wollten von Anfang an, eine Band aus den 80ern covern. In der Band sind alle etwa gleich alt und in den 80ern aufgewachsen. Als wir jünger waren, haben wir alle FGTH im Radio, im TV oder auf Platte gehört. Sie fassten den 80er Popmusik-Kult am besten zusammen. Außerdem klingt das Hauptriff verdammt nach Metal. Du musst nur das Distortion-Level deiner Gitarre auf elf stellen, haha!
Bitte nenne eure Haupteinflüsse und erkläre, wie bei euch das Songwriting abläuft.
Als wir die Platte komponiert haben, haben wir keine andere Musik gehört. Einflüsse gibt es aber natürlich immer. Ich z.B. liebe Thrash-Bands wie METALLICA, MEGADETH, PANTERA, TESTAMENT oder anderes wie QUEEN oder THE ROLLING STONES. Diese Truppen haben mich musikalisch am meisten geprägt. So geht es auch den anderen. Wir sind alle mit vielen verschiedenen Bands groß geworden, die nun zu unseren Einflüssen zählen. Während der Entstehung der Songs haben sich Guillaume, mein Bruder und ich mit tonnenweise Bier und Whiskey im Studio verschanzt. 15 Tage haben wir benötigt. Tagsüber haben meist Guillaume und ich oder Guillaume und Franck an einem Song gearbeitet. Das ging Schritt für Schritt: Killerriff, Schlagzeug, Basslinie, eingängige Vocals. Am Ende des Tages haben wir dann die Flaschen geköpft und uns das Stück zehn bis 15 Mal angehört. Danach wurde zusammen mit Dirk und Loic alles für die finale Aufnahme arrangiert.
Bitte charakterisiere OWM mit drei Worten.
Spaß, laut, Party!
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